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Blogbuch der 'Herz aus Gold'

Unsere Reise..

..begann mit einer schönen Idee die uns nicht mehr los gelassen hat.
Durch den unwahrscheinlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb der Herz aus Gold haben wir es geschafft die Leinen loszuwerfen.

Wir sind unterwegs zur Sonne...zur Freiheit.

Blogbucheintrag 6: Über Werften und Drockendocks

Crew und Vorbereitung Posted on 23/08/2017 00:28

Von Stephan

Als ich die Herz aus
Gold
1995 in Wilhelmshaven gekauft habe, hatte sie dort bereits 13 Jahre an
Land verbracht. Davor war sie ca. 2 Saisons im Wasser und davor ist sie gebaut
worden. Ich selbst habe 9 Jahre gebraucht, um sie 2004 wieder in Wasser zu
bekommen. Nach etwa einem Jahr und ein paar tausend Seemeilen wurde sie dann in
Griechenland ausgekrant und stand weitere 10 Jahre auf dem Trockenen. Dann 2015
für 3 Monate ins Meer, einige hundert Seemeilen bis nach Südfrankreich gesegelt
und wieder raus für 1,5 Jahre. Das macht bei einem Alter von 37 Jahren gute 2
Jahre im Wasser und der Rest an Land. Auf der einen Seite klingt das nach einem
recht traurigen Bootsleben – auf der anderen Seite kann man sagen, die HaG ist wenig gebraucht und der Stahl
ist fast neu.

So sehr ich das Segeln liebe, ich habe in den letzten 22
Jahren mit meinem Bötchen viel Zeit auf Werften und Trockendocks verbracht und
möchte diese Zeiten und Erfahrungen nicht missen. Diese Plätze sind eine ganz
spezielle Welt für sich. Hier liegen Edelyachten neben Freakbooten. Hier
treffen sich Segler und Motorbootkapitäne, Millionäre und Werftarbeiter – man
lernt immer interessante Menschen kennen, die interessante Geschichten zu
erzählen haben – Seemannsgarn. Es ist jetzt an der Zeit der Herz aus Gold die Welt zu zeigen – die
Lady ist im besten Alter.



Blogbucheintrag 5: Aller Anfang ist schwer..

Crew und Vorbereitung Posted on 10/08/2017 16:32



Blogbucheintrag 4: Wer sind wir eigentlich? Und wieviele??

Crew und Vorbereitung Posted on 28/07/2017 23:32

Von Aline

Wir sind Schtiwi, Aline, Lennis, Malte, Ava und Benno und
sind zusammen auf großer Reise! Mit einem 10 Meter langen und 40 Jahre alten Eigenbau-Stahlsegelboot.
Obwohl die Reaktionen auf unsere Reisepläne durchweg positiv waren denkt
insgeheim sicher der ein oder die andere wir seien verrückt. Oder zumindest
hart an der Grenze dazu…

Möglicherweise sind
wir das auch!! Aber das ist genau die Zutat die man braucht um es wirklich
durchzuziehen. Es begann alles mit einer fixen Idee. Eine längere Reise mit der
Herz aus Gold. Stephan beliebt zu
scherzen hab’ ich gedacht, als er mir von seinen Aussteigerplänen berichtet hat,
und habe einfach mal mit gesponnen. Für mich, von einem dreitägigen Segeltrip
in Australien und Fluch der Karibik gucken mal abgesehen, war das damals
ungefähr so nahe liegend wie eine Skitour zum Nordpol! Ich höre mich noch sagen:
„Ja klar gehe ich mit den Kindern auf ein
Segelboot!! Dann aber auch mindestens für ein Jahr oder länger!!“
So absurd
mir die Idee am Anfang auch vorkam, je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto
klarer wurde mir dass wir es genau deswegen machen werden. Aus dem Bauch heraus
zu entscheiden war schon immer Teil unseres Lebens. Mit jedem Tag der ins Land
ging hat es sich richtiger angefühlt.

Darf ich vorstellen? Die Mannschaft!

Das ist Stephan, eigentlich Schtiwi, der Kapitän an Bord.
Schtiwi hat die Herz aus Gold mit 22
Jahren gekauft, ohne jemals gesegelt zu sein. Danach hat er die Herz aus Gold neun Jahre fit gemacht, in
der Karibik segeln gelernt und ist dann in zwei Etappen von Wilhelmshaven nach
Griechenland gesegelt. Dort lag das Boot dann 10 Jahre an Land und drohte zu verrotten.

Das alte Problem: entweder keine Zeit oder kein Geld, Haus,
Kinder, was man eben so macht. Schtiwi hat Sport studiert, Hauptfach Segeln, und
verdient sein Geld folgerichtig mit Design und Ausbauten aller Art.
Sportstudium eben.


Lennis ist neun Jahre alt und der Steuermann. Zuhause ging er in die 3. Klasse. Zu der Schul-Beurlaubung sage ich an anderer Stelle noch ausführlich etwas. Nur so viel: Es geht!!. Vermissen wird Lennis vor allem seinen besten Freund Luis. Lenni hat zwei Wochen Segelerfahrung, in denen wir von Sizilien nach Rom gesegelt sind. Er freut sich riesig auf die Reise, auf’s Schnorcheln und auf den Strand!

Malte, fünf Jahre alt, ist der Matrose im Ausguck. Keine
Sorge – vorne am Boot, nicht etwa im Mast ;0). Malte ging zuhause super gerne
in seinen tollen Waldkindergarten! Mit seinem besten Freund Olli, der ihm sehr
fehlt! „Ich kann das gar nicht fassen, dass wir ganz alleine ein Boot haben“
war sein Kommentar nach seinen ersten Tagen an Bord. Bei unserem letzten und
einzigen Segeltrip hatte Malte ein wenig mit Übelkeit zu kämpfen. Das ist
glücklicherweise Schnee von gestern! Er ist seefest!


Die Twinnies, Ava und Benno, sind ein Jahr alt. Sie haben
ihren ersten Geburtstag mit Keks-Bananen-Kuchen an Bord gefeiert! Ava und Benno sind kleine Sonnenscheine und haben
sich unserem chaotischen Leben bestens angepasst. Ava isst gerne Sand und Benno
hat das Boot bald wieder auseinander gebaut.

Zu meiner Person: Ich bin Aline, die Smutje an Bord. Kochen auf so
engem Raum für sechs Leute ist eine völlig neue Erfahrung. Meine
Segelerfahrungen sind zwar quasi nicht existent aber ich habe durchaus auf
Reisen Zeit auf Booten aller Art verbracht und ich mochte diese Art sich fort
zu bewegen immer sehr. Natürlich habe ich manchmal Zweifel ob das wirklich eine
gute Idee ist. Ich habe auch immer mal wieder Angst dass einem der Kinder etwas
passieren könnte. Aber ich will der Angst keinen Raum geben. Weil wir
erschaffen woran wir glauben. Und ich glaube, dass wir eine ganz fantastische
Zeit haben werden!!

Bestimmt wird es Momente geben die uns herausfordern, aber
auch das gehört dazu.

Wir wollen entschleunigen, wollen ganz bewusst Zeit
miteinander verbringen. Zurück zum ursprünglichen Leben in der Natur, reduziert
auf das Wesentliche. Den Kindern zeigen dass die Welt mehr ist als die Grenze
des Tellerrands!

Ahoi!!



Blogbucheintrag 3: Unser Reisegefährt – Eine kleine Welt für sich…

Crew und Vorbereitung Posted on 28/07/2017 23:02

Von Aline
Ein Boot ist eine kleine, schwimmende Welt für sich. Unser
Boot, die „Herz aus Gold“, benannt nach dem Raumschiff aus Per Anhalter durch die Galaxis, ist eine von Kurt Reinke entworfene
„Taranga“, ein 33 Fuss slupgetakelter Kurzkieler, für die Fachkundigen. Mit
Stahlrumpf und markantem Deckshäuschen, was dem ganzen Kahn die Anmutung einer
kleinen Lokomotive verleiht. An Bord gibt es sechs Kojen (inkl. Des Salons),
einen 150 Liter Wassertank und zwei Solarzellen. Das Baujahr des Bootes liegt
irgendwann in den Siebzigern, unser Jahrgang – passt ja! Die
Sicherheitsvorkehrungen an Bord im Allgemeinen sind eine neue Rettungsinsel,
ein Epirb (Gerät das über Satellit weltweit eine Rettungskette auslöst),
Schwimmwesten, eine Life-Line einmal um das Boot rum und Ringe um sich im
Cockpit anzupiken. Und wir haben eine Netz-Reling angebracht.

Alles ist vorhanden…auf engstem Raum. Jeder hat eine Koje
mit Wasserbett, haha, für sich. Lenni und Malte teilen sich die Vorpik – die
einzige separate Kabine an Bord. Es ist ihr kleines Reich mit eigenem Ausgang
durchs Vorluke. Lenni und Malte haben schon bemerkt, dass sie die beste Koje
haben und daher folgerichtig die Chefs an Bord sein müssen. Und wir das
Bord-Personal…So! Um die Koje zu vergrößern haben wir die beiden Einzelkojen
durch ein zusätzliches Polster zu einer großen Liege-, und Spielfläche
verbunden. Neben jeweils einer kleinen Kiste Spielzeug haben wir
Reisetagebücher, viele Brettspiele, Mal-, und Bastelsachen, Bücher,
Instrumente, Hörspiele und DVDs dabei.

Die Twinnis Benno und Ava schlafen in der Babykoje, einer
2,30m langen und an der breitesten Stelle 70cm messenden, mit einem Netz
gesicherten Koje. In Seglersprache nennt man sie Hundekoje, aber das klingt irgendwie
so komisch. Wir haben die Babykoje komplett weiß gestrichen und ein kleines
Fenster eingebaut. Jetzt ist sie hell und luftig. Im Salon haben wir ein
Anschnall-System zum Füttern und außen, im Cockpit, umgebaute Fahrradsitze für
die Babies.

Wir schlafen im Salon auf der Steuerbordseite. Die
L-Sitzbank an der Messe (der Klapptisch in der Mitte des Bootes unter dem Mast)
lässt sich mit wenigen Handgriffen zu einem 1,40 x 2,00 Meter Bett umbauen. Ehemals
sehr rustikal in dunklem Braun, haben wir uns entschieden das ganze Boot hell
zu streichen. So wirkt es viel freundlicher. Dann gibt es, auf weniger als
einem Quadratmeter, noch eine Mini Toilette mit einem Pump Klo und einem
klitzekleinen Waschbecken und eine Außendusche im Cockpit mit zwei 30 L Kanistern…
Mal sehen wie weit wir damit kommen.

Die Pantry, oder Kombüse, hat einem kleinen, kardanisch
aufgehängten zwei Flammen Petroleum Herd, den man mit Feuerzeuggas vorheizt. Eine
Hitze gibt das Ding ab – perfekt für einen Hochsommer-Trip! Nicht!! Und
natürlich muss man auch hier pumpen! Für den Gasdruck oder so..?!

Einmal gab es einen Zwischenfall. Ich bin ein Gas-Schisser,
muss man dazu sagen. Ich habe beim Nachfüllen des flüssigen Butan-Gases einiges
daneben gespraddelt. Ich bekomme es aus irgendeinem Grund nicht hin, das
Benzingas nachzufüllen OHNE das flüssige Gas daneben zu spraddeln.. Dann habe
ich leichtfertig den Herd mit dem Feuerzeug anschmeißen wollen.. BOOM! Ein, ok
kleiner, aber immerhin Feuerball explodiert vor mir im Herd. Ich habe einen
Satz zurück gemacht, bereit mich schützend über so viele Kinder wie möglich zu
werfen und muss geschaut haben wie eine Kuh wenn es blitzt… Blanke Panik!
Seit dem habe ich, sagen wir mal, größten Respekt vor dem ach so sicheren
Petroleum Herd…

Es gibt keine Spülmaschine, ein harter Verlust!, wo Spülen
doch nach Fensterputzen meine absolute Lieblingsbeschäftigung ist! Wäschefalten
nicht zu vergessen. Die Pantry hat jedoch immerhin zwei Waschbecken. Um Wasser
zu sparen spülen wir mit Seewasser mittels separater Fuss-Pumpe vor und dann mit
wenig Süßwasser nach. Alle Pumpen an Bord funktionieren manuell, inklusive der
Toilettenpumpe. Die Gewürze stehen in einem Regal mit Gummisicherung. Von der
Marmelade bis zur Tasse und den Büchern im Regal muss einfach alles immer
sicher, sprich seefest sein. Schtiwi hat das gebetsmühlenartig wiederholt und
ist mir schon echt auf den Nerv damit gegangen. Bis zu unserem ersten Segeltrip
mit etwas handfesterem Seegang. BATZ – der halbe Inhalt der backbord Schapps
(Fächer) ist mit Getöse auf den Boden im Salon gerasselt. Glücklicherweise
wurde niemand getroffen. Seitdem sind alle Schapps seefest. Gelernt! Alles hat
an Bord EINEN festen Platz. Und das mit mir, Prinzessin Chaos, Lady Räumzwang
oder Frau der tausend Tüten.

Die meiste Aktion findet im Cockpit statt. Unser Balkon mit
Meerblick, der Außenbereich, ist das Zentrum. Hier halten wir uns meistens auf,
wenn wir vor Anker liegen, mit neuem Tisch, einem großen, zum Zelt gespannten
Sonnendach und, seit neustem, gepolsterten Sitzbänken. Wenn wir segeln sieht es
anders aus, aber dazu ein anderes Mal. In der Backskiste bewahren wir alles auf
was mit Salzwasser in Berührung kommt. Neoprenanzüge, Schnorchelequipment, Pütz
(Eimer), Sonnensegel, bis hin zu Kanistern, Petroleum, Seenotsignalmittel etc.

Wir haben seit Neustem einen Aussengrill und zumindest den
Mast für einen Windgenerator. Wir befinden uns immer noch in der
Ideenfindungsphase wie man das Problem lösen kann.

Wir sind mit einem Boot losgesegelt, auf dem es immer noch
einiges zu tun gibt. Hätten wir alles vorher behoben wären wir immer noch nicht
unterwegs. Für mich ist das eine völlig neue Erfahrung. Wie so ziemlich alles
was zur Zeit passiert..

Anbei ein paar bewegte Impressionen unserer Welt die ständig in Bewegung ist…



Blogbucheintrag 2: Oder wie alles begann…

Crew und Vorbereitung Posted on 19/07/2017 02:14

von Aline

Wir haben gut ein Jahr geackert wie die Wahnsinnigen, vorbereitet,
geplant, gespart. Die Schwangerschaft mit den Twinnis war der Startschuss.
Schon bei den vorangegangenen Elternzeiten hatten wir vor zu reisen, was aus
den verschiedensten Gründen nie geklappt hat. Unser Elternzeit-Auszeit-Plan hat
in seiner ursprünglichen Fassung natürlich nur ein Kind vorgesehen.
Als wir
erfahren haben, dass es zwei Kinder sind hat sich Stephan gefreut wie verrückt.
Ich dagegen hatte volle drei Wochen Schnappatmung…und die Hose voll! Die wachsende
Erkenntnis, dass dies nun wohl meine letzte Elternzeit sein wird, hat mich aus
der Starre geholt. Jetzt oder nie!!

Die Pläne müssen JETZT angegangen werden! Hmm..ok. Das ist
in der Theorie viel einfacher als im realen Leben. Plötzlich sehe ich mich mit
der reellen Chance konfrontiert dass wir tatsächlich für ein Jahr aussteigen werden.
Wenn wir alles dran setzen. Ich bin schier gelähmt vor lauter Angst vor der
eigenen Courage. Da habe ich so vollmundig von unseren Plänen geschwärmt, aber
der Weg dahin.. Langsam dämmert mir, dass der Weg verdammt anstrengend werden
wird. Will ich das eigentlich wirklich oder verrennen wir uns in eine
Traumvorstellung? Und was tue ich wenn es wirklich klappt?

Glücklicherweise ist Stephan voller Tatendrang und ersetzt erst
mal die alten Fenster im Haus und arbeitet die alte, schäbbige Haustür auf.
Wunderschön! Ich fotografiere und verkaufe alles was nicht niet-, und nagelfest
ist. Langsam komme ich in Schwung und miste endlich mal richtig aus.

Die ganzen bürokratischen Angelegenheiten sind meine
Baustelle. Ich lasse die Energieversorgung Gas, Wasser, Strom, auf Null stellen.
Zu meiner totalen Überraschung realisiere ich, dass wir monatlich eine Grundmiete
für die Zähler berappen. Schlappe 49,-Euro pro Monat. WOW!!

Die Mülltonnen abzubestellen, Reisepässe erstellen lassen
und Malte im Kindergarten abzumelden gehört zur Kategorie „unkompliziert“.
Schwierig wird es, wenn man versucht der GEZ klar zu machen, dass es doch
(generell, aber das nur unter uns) Schwachsinn ist Gebühren zu zahlen, während
man außer Landes weilt. Kommentar der GEZ: „Aber das Haus steht ja noch“. Ja
genau, es steht LEER! Abreißen lassen ist ja wohl keine Alternative! Nicht besser die Telefongesellschaft, bei der man quasi
versterben muss um aus dem Vertrag zu kommen. Und Segeln ist übrigens offiziell
gar keine Form zu reisen. Ah ja! Na dann…

In unserer Freizeit beziehen wir alle Boots-Polster neu und
nähen Sitzkissen für den Salon und das Cockpit. Wie das klingt…!! Wenn ich „wir“
sage meine ich eigentlich Stephan. Irgendwann hat er auf ebay Kleinanzeigen
eine uralte Pfaff Nähmaschine geschossen und seine Liebe für die Näherei
entdeckt. Dann war er nicht mehr zu stoppen. Polster, Kissen, Überzüge für alle
möglichen Bootsteile – unglaublich! Mittlerweile sind es DREI Nähmaschinen
inklusive einer Overlock, doch das nur am Rande. Das ist der Anfang in Sachen
Bootszubehör und umfangreicher Umbaumaßnahmen. Die Liste ist ellenlang. Jeder
der mit Booten zu tun hat kennt das. Mir war das nicht klar! Wir geben einen
Großteil unseres Geldes für die Anschaffung neuer Teile aus. Von der
Rettungsinsel bis zum neuen Geschirr. Dafür sind wir jetzt im Rahmen unserer
Möglichkeiten bestens ausgestattet!

Und es wird natürlich gebaut! Ein neuer Tisch für das
Cockpit, ein neuer Deckel für die Backskiste, ein neuer Ankerkasten, eine
Halterung für den Windgenerator, eine Zugvorrichtung für unseren
Mini-Kühlschrank, ich könnte Stunden so weiter machen..

Mir fällt ein Stein vom Herzen dass wir unser Haus nicht
vermieten werden. Einfach für den Fall das wir zurück wollen. Vor vermieteten
Tatsachen zu stehen ist keine Option. Soviel Sicherheit brauche ich einfach. Die
Vorstellung wirklich zu gehen kommt mir, je näher unsere Abreise rückte, auf
einmal völlig surreal vor. Ein Jahr lang nicht mehr zuhause sein?! Ich war noch
nie so lange unterwegs…



Los geht´s

Crew und Vorbereitung Posted on 04/07/2017 02:13


Ahoi!
Da ist er also endlich, unser erster Eintrag. Lange hat’s
gedauert..

Was wir uns vorher vorzustellen versucht haben, ist jetzt seit
einigen Wochen unsere Realität: Zu sechst auf der Herz aus Gold. Fast alles ist anders, wenn man auf dem Wasser lebt und wir kommen erst allmählich in unserem neuen
Leben an. Mit vier Kindern auf einem 10m Boot. Heidewitzka!! Und natürlich
gibt es auch hier ständig kleine oder größere Probleme zu lösen. In Deutschland
dachten wir noch … und abends sitzen wir
dann im Cockpit, bei einem Gläschen Wein und schreiben lustige Blogbeiträge.

Cut. Realität. Die Dinge laufen anders als gedacht. Wir liegen hauptsächlich
vor Anker, was uns allen großartig gefällt und unsere Reisekasse schont.
Einziger Nachteil: Man hat keinen Strom, manchmal nicht einmal eine
Handyverbindung. Ende vom Lied: Wir haben noch keine einzige Zeile hochgeladen. Von kleinen Filmchen gar nicht zu
sprechen. Dafür haben wir eine ganz großartige Zeit, die wir in vollen Zügen
genießen!

Und es ist schon so unglaublich viel passiert. Wenn wir
nicht langsam mit dem Blog starten, werden wir gar nicht mehr hinterher kommen. Also los..

Was bisher geschah in Kurzform: Arbeiten am Boot, Reisevorbereitung,
Arbeiten am Boot, Abschied von Freunden und Familie, Arbeiten am Boot, Hauseinbruch,
Autounfall, Dieselpilz im Tank, ein kaputtes Dinghi und…äh…Arbeiten am
Boot. Wir haben unsere ersten Segeltrips hinter uns gebracht und tatatata: Alle sind seefest!!

Doch der Reihe nach.